Die Hochschulen München und Ingolstadt freuen sich über die Auswahl ihres Konzeptes „Offene Hochschule Oberbayern“ beim BMBF-Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung“. Es ist eines von 26 Vorhaben, die das Ministerium in den nächsten Jahren mit insgesamt 250 Mio. Euro fördert. 167 Hochschulen hatten ihre Projektskizzen für neuartige Bildungsangebote eingereicht, mit denen Personen angesprochen werden sollen, die den Weg bisher eher selten an die Hochschulen gefunden haben.
Langfristig kann durch den fortschreitenden Fachkräftemangel jede dritte bis vierte offene Stelle für Hochschulabsolventen nicht besetzt werden. Zeitgleich nimmt die Akademisierung vieler Berufsfelder zu. Außerdem reicht es heute nicht mehr aus, das einmal Gelernte gelegentlich aufzufrischen. Vielmehr muss sich jeder Einzelne während seines Berufslebens immer wieder fundiert neue Kompetenzen und aktuelles Wissen aneignen.
In den kommenden Jahren wird es daher eine der zentralen Aufgaben von Hochschulen sein, eine kontinuierliche Weiter-, Um- und Neuqualifizierung von Arbeitskräften auf akademischem Niveau bereitzustellen. Bislang sind nur wenige qualifizierte Berufstätige sowie andere nicht-traditionelle Studierendengruppen an den Hochschulen und Universitäten vertreten. Die Hochschulen München und Ingolstadt nehmen diese Aufgabe ernst und entwickeln eine „Offene Hochschule Oberbayern“, um sich zukünftig stärker für diese Zielgruppen zu engagieren. Möglich wird die Umsetzung des Konzepts durch den Wettbewerb „Aufstieg durch Bildung: offene Hochschulen“ des BMBF, das das Projekt mit mehreren Millionen Euro fördert.
Über das Projekt
Die Hochschulen München und Ingolstadt entwickeln in den kommenden dreieinhalb Jahren eine „Offene Hochschule Oberbayern“. Weitere Bildungsinstitutionen der Region – z. B. Handwerkskammer und IHK oder die Münchner Volkshochschule – beteiligen sich an dem Projekt. Im Mittelpunkt stehen zehn Studienangebote aus den Bereichen Wirtschaft, Technik sowie Gesundheits- und Sozialwesen. Für diese werden zunächst Bedarfsanalysen sowie inhaltliche und didaktische Konzepte erstellt. In einer Erprobungsphase werden die Studienangebote dann unter realen Bedingungen getestet und evaluiert. Unterstützt werden die WissenschaftlerInnen des Projektteams dabei durch das DiZ – Zentrum für Hochschuldidaktik. Perspektivisch soll eine zentrale Beratungs- und Koordinierungsstelle „Zentrum Offene Hochschule Oberbayern“ entstehen, die auch weiteren Hochschulen zur Verfügung stehen wird.
Die Studienangebote reichen von Zertifikatsangeboten bis hin zu berufsbegleitenden Bachelor- und Masterstudiengängen, die alle auch in Teilmodulen studiert werden können. Von besonderer Bedeutung sind dabei Konzepte für die Anrechnung von Kompetenzen, die außerhalb der Hochschule erworben worden sind. Es soll ein Baukastensystem entstehen an vorbereitenden und begleitenden Unterstützungsmaßnahmen zur Senkung von Eintrittshürden und zur Sicherung des Studienerfolgs.
Prof. Dr. Gabriele Vierzigmann, Vizepräsidentin für Weiterbildung und lebensbegleitendes Lernen der Hochschule München, macht die Notwendigkeit des Projekts deutlich: „Wenn sich neue Zielgruppen für ein Studium entscheiden sollen, müssen neben den richtigen Studiengängen auch die passenden Rahmenbedingungen vorhanden sein. Dafür benötigen wir Konzepte, u. a. für akademisch nicht vorgebildete Berufstätige. Und wir brauchen Instrumente, um Vorleistungen anzuerkennen, wie z. B vorhergehende Weiterbildungen, Berufserfahrungen oder ausländische Hochschulabschlüsse von Migrantinnen und Migranten.“
Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der Hochschule Ingolstadt und Leiter des Instituts für Akademische Weiterbildung ergänzt: „Die Weiterbildung hat sich in den kommenden Jahren rasant entwickelt und wird in Zukunft ein immer wichtigerer Bestandteil für die beiden Hochschulen werden. Durch das Projekt „Offene Hochschule Oberbayern“ wird es uns gemeinsam noch besser gelingen, auf die Bedürfnisse in der Wirtschaft zu reagieren und passgenaue Konzepte zu entwickeln.“
Gern vermitteln wir Ihnen Gesprächspartner zu diesem Thema.
Ansprechpartner:
Hochschule Ingolstadt: Prof. Dr. Thomas Doyé, Vizepräsident der Hochschule Ingolstadt, Tel. 0841 9348-354, thomas.doye@
haw-ingolstadt.de
Hochschule München: Dr. Sven Winterhalder, Leiter Hochschulentwicklung, Tel. 089 1265-1108, sven.winterhalder@
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Florian Lohrentz
Operativer Leiter IAW
Tel. +49 841 9348-147
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