Körperschall für verbesserten Insassenschutz

Kompetenzfeld Fahrzeugmechatronik
Prof. Dr.-Ing. Thomas Brandmeier

Telefon: (0841) 93 48-384
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Das Vorhaben wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 1715X06 gefördert.  

Der Schall in festen Medien, wie der Körperschall definiert ist, ist in der Fahrzeugtechnik meist eine negative Begleiterscheinung die zu unerwünschten Geräuschen führt. Aber es gibt auch Technologien, die aus ihm Nutzen ziehen.

Im Rahmen des Projekts Körperschall zur Insassensicherheit sollen die positiven Anwendungen des Körperschalls weiter untersucht und zum Einsatz gebracht werden. Der Fokus liegt hierbei auf der Körperschallsensorik für verbesserten Insassenschutz im Bereich der automobilen Sicherheitssysteme. Aber auch neue Einsatzgebiete der Körperschalltechnologie sollen im späteren Projektverlauf untersucht werden.

Aufbauend auf der körperschallbasierten Crasherkennung CISS (Crash-Impact-Sound-Sensing-System) wird das Potenzial der neuen Technologie zur Verminderung des Verletzungs- und Todesrisikos in kritischen Unfallsituationen erweitert, im Hinblick auf Verkürzung der Crasherkennungszeit oder situationsabhängiger Airbag-Zündentscheidung. Im Rahmen dieses Projektes soll eine Umgebung geschaffen werden in der interdisziplinär geforscht wird und ein stetiger Technologietransfer zwischen Hochschulen und Unternehmen stattfindet. Die Hochschule Ingolstadt fungiert hierbei als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und der wirtschaftlichen Verwertung der Körperschalltechnologie.

Wichtigster Grundstein dieser innovativen Technologie sind die physikalischen und technischen Grundlagen. Dieses Projekt soll bei der Verbreiterung der theoretischen Basis helfen und somit die Optimierung und Weiterentwicklung des Systems sichern. 

Ein weiterer Punkt ist die Absicherung der Serieneinführung des CISS-Systems. Gerade der Schritt von der Theorie in die Randbedingungen der Automobilbranche stellt eine große Herausforderung dar. Hierbei wird das Institut für Angewandte Forschung der Hochschule bei aktuellen Fragestellungen unterstützend zur Seite stehen und so in der sehr wichtigen Phase der Markteinführung seinen Beitrag zum Erfolg von CISS liefern. 

Eine dauerhafte Marktakzeptanz eines Systems kann aber nur durch ständige Innovation gesichert werden. Da die Anforderungen des Gesetzgebers und des Kunden ständig steigen und zudem die Kosten einem enormen Druck unterliegen, muss bereits jetzt die 2. Generation der CISS-Technologie vorbereitet werden. Hier zu wird im Rahmen des Projektes die notwendige Entwicklungsumgebung zur Realisierung dieser 2. Generation entworfen. Wichtig hierbei ist die Spezifikation einer neuen Sensorgeneration sowie der Entwurf eines geeigneten Mess- und Analysekonzeptes, um die Erprobung dieser zu ermöglichen. 

Für eine beständige Verbesserung der Technologie wird gezielt der Kontakt zu Universitäten gesucht, um gemeinsam mit diesen über kompetente Forschungspartner speziell für die theoretischen Aspekte zu verfügen. Aber auch innerhalb der Hochschule Ingolstadt soll die Zusammenarbeit der einzelnen Fakultäten und Labore intensiviert werden. 

Dabei sollen die Studierenden aktiv in die angewandte Forschung eingebunden werden, um die für den späteren Berufseinstieg notwendige Praxiserfahrung zu erhalten. Hierzu werden entsprechende Lehrveranstaltungen und Projektstudien durchgeführt, sowie mit den beteiligten Industriepartnern Diplom- und Masterarbeiten betreut. 

Auch der Wissens- und Technologietransfer in die Region spielt eine wichtige Rolle. Die Hochschule begreift sich hierbei als Innovationsmotor, indem sie aktiv insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen vor Ort zugeht, um sie in die Wertschöpfungskette der angewandten Körperschalltechnologie einzubinden. Dabei sollen auch neue Einsatzgebiete der Körperschallmesstechnik erarbeitet werden.

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