Vom 14. bis 24. März reisen Prof. Thomas Brandmeier vom Kompetenzfeld Fahrzeugmechatronik des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) und Georg Overbeck, administrativer Leiter des IAF, nach Brasilien. Ziele sind der Großraum São Paulo sowie die Bundesstaaten Paraná und Santa Catarina, die wie Ingolstadt in hohem Maße von den Technologiefeldern Automobil und Luftfahrttechnik geprägt sind. In ersten Gesprächen werden dort die Grundlagen für künftige Kooperationen in den Feldern Fahrzeugsicherheit und -mechatronik sowie Körperschalltechnologie gelegt.
Besucht werden die staatliche Universitäten Universidade de São Paulo, Escola Politécnica und die Universidade do ABC. Mit letzterer fanden in Ingolstadt bereits Gespräche zu möglichen Forschungskooperationen statt. Wissenschaftskooperationen werden schon mit zwei der drei BRCI-Staaten (Indien, China und Brasilien) gepflegt; mit den Gesprächen vor Ort soll die Lücke geschlossen werden.
Als eines seiner Hauptanliegen möchte Professor Brandmeier für die „Vision Zero“ sensibilisieren, dem Fernziel von Null Verkehrstoten. Jedes Jahr kommen in Brasilien rund 35.000 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, rund 120.000 weitere werden verletzt. Brandmeier will aufzeigen, wie Wissenschaft und Politik einen signifikanten Beitrag zur Verringerung der Verkehrsopfer leisten können, was in den BRIC-Staaten vor allem ungeschützten bzw. ärmeren Verkehrsteilnehmern zugute- kommt.
Auf brasilianischer Seite wird die Reise vom deutschen Wissenschafts- und Innovationshaus São Paulo organisiert, das die deutsche und internationale Wissenschafts- und Forschungslandschaft miteinander vernetzt.