Am 11. Mai 2011 erfolgte der weltweite Startschuss für die von den Vereinten Nationen ausgerufene Dekade der Verkehrssicherheit, welche durch zahlreiche Aktionen sowie namhafte Persönlichkeiten, wie Michael Schumacher, Sebastian Vettel oder Ban Ki Moon unterstützt wird. Auch die Hochschule Ingolstadt beteiligt sich an dieser Kampagne. So veranstaltete das neue Forschungs- und Testzentrum CARISSMA der Hochschule kürzlich eine öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema „Sicherheit hat Vorfahrt“ mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Industrie, Forschung und Gesellschaft.
Im Rahmen der Veranstaltung präsentierten die hochkarätigen Referenten des ADAC e. V. (Björn Dosch, Leiter Ressort Verkehr), der AUDI AG (Martin Danzl, Leiter Fahrzeugsicherheit), der Bundesanstalt für Straßenwesen (Dr. Horst Schulze, Leiter der Abteilung Verhalten und Sicherheit), des Bundesverkehrsministeriums (MDir Michael Harting, Leiter der Abteilung Landverkehr), der Continental Automotive GmbH (Dr. Andreas Brand, Division Chassis & Safety, Leiter des Geschäftsbereiches Passive Safety & Driver Assistance Systems) sowie der Hochschule Ingolstadt (Prof. Dr.-Ing. Thomas Brandmeier, Wissenschaftlicher Leiter CARISSMA) ihre Lösungsansätze zur Steigerung der Sicherheit im Straßenverkehr und stellten sich im Anschluss der Diskussion mit dem Publikum. Dabei wurde ersichtlich, dass neben den Fahranfängern die ungeschützten Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, Radfahrer aber auch Motorradfahrer, besonders gefährdet sind. Zusätzlich zur Darstellung des Status quo und der künftigen Trends innerhalb des europäischen Verkehrsraums wurde auch auf die Situation in den Schwellenländern verwiesen, in denen rund 90 % aller tödlichen Verkehrsunfälle zu verzeichnen sind.
Die Referenten waren sich einig, dass in Zukunft neben gesetzlichen oder verkehrserzieherischen Maßnahmen auch besonders neue Technologien der Integralen Sicherheit zur Vermeidung und wirksamen Minderung der Folgen von Unfällen einen wesentlichen Stellenwert bei der Reduktion der Verkehrstoten und Verletzten einnehmen werden.
Das Forschungs- und Testzentrum CARISSMA der Hochschule Ingolstadt beschäftigt sich mit diesen interdisziplinären Forschungsfeldern vor dem Hintergrund der Entwicklung eines Globalen Sicherheitssystems, welches menschliche Fehler im Straßenverkehr ausgleichen und so die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer erhöhen soll. Ein wissenschaftlicher Beirat mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Industrie und Forschung unterstützt die Ingolstädter Wissenschaftler hierbei. Die Bedeutung von CARISSMA und seiner Forschungsprogrammatik wurde im Rahmen der Veranstaltung nochmals durch die Referenten bekräftigt. Insbesondere der Vertreter des Bundesverkehrsministeriums, MDir Michael Harting, betonte den hohen Stellenwert des Forschungs- und Testzentrums und sicherte nochmals die volle Unterstützung für CARISSMA auf Bundesebene zu.
Bei einem abschließenden Get-Together hatten die über 80 Teilnehmer die Möglichkeit, sich im persönlichen Gespräch mit den Referenten auszutauschen.
Weitere Informationen zur Verkehrssicherheitsforschung an der Hochschule Ingolstadt erhalten Sie unter: http://www.haw-ingolstadt.de/iaf/carissma.html