Die Aufnahme der Hochschule Ingolstadt in den Kreis der strategischen Wissenschaftspartner ist eines der Ergebnisse der Brasilienreise von Professor Thomas Brandmeier, dem wissenschaftlichen Leiter von CARISSMA.
Dem exklusiven Kreis der Wissenschaftspartner des Deutschen Wissenschafts- und Innovationshauses in São Paulo gehören neben der Hochschule Ingolstadt unter anderem auch die Universität Münster sowie die großen Forschungsgesellschaften wie Helmholtz oder Fraunhofer an.
Die Gründung der Deutschen Wissenschafts- und Innovationshäuser in strategischen Partnerländern geht auf eine gemeinsame Initiative des Bundesaußenministeriums sowie des Bundesbildungsministeriums zurück. Derzeit bestehen weltweit an fünf Standorten Deutsche Wissenschafts- und Innovationshäuser: Tokio, Neu Delhi, Moskau, New York und São Paulo. Ziel ist es, die Sichtbarkeit der deutschen Forschungslandschaft im Ausland zu erhöhen und gleichzeitig Synergien zwischen deutschen und ausländischen Forschungsinstitutionen zu generieren.
Weitere Informationen unter: dwih.com.br.
Februar 2011 fand unter Leitung von Prof. Markus Petry, Vizepräsident der Hochschule Ingolstadt, eine Delegationsreise nach Brasilien statt. Ziel der Reise war es, den Wissenschaftsaustausch mit Hochschulen und Unternehmen in Brasilien zu forcieren. „Brasilien zählt mit über 190 Millionen Einwohnern und einem starken Wirtschaftswachstum zu den wichtigsten Schwellenländer in der Welt“, erklärt Vizepräsident Petry wichtige Beweggründe für die Reise.
Höhepunkt des Besuches war die Unterzeichnung der Hochschulkooperation mit der Universität UFPR in Curitiba. Die Kooperation setzt erstmals Schwerpunkte in angewandter Forschung und eröffnet Möglichkeiten zum aktiven Technologietransfer in die brasilianische Wirtschaft. Die beiden Hochschulen wollen diese Vereinbarung durch eine kooperative Promotion eines wissenschaftlichen Mitarbeiters des Instituts für Angewandte Forschung (IAF) der Hochschule Ingolstadt bald mit Leben füllen. Petry: „Diese Kooperation bietet uns die einmalige Möglichkeit, mit einem starken Partner Themen der angewandten Forschung sowie des Technologietransfers gerade im Automotive-Bereich zu forcieren.“
An der Delegationsreise in das zu den BRIC-Staaten zählende Brasilien nahmen auch Prof. Thomas Brandmeier (wissenschaftlicher Leiter des Test- und Forschungszentrums CARISSMA) sowie Rudolf Ertlmeier und Patrick Scherrmann (beide wissenschaftliche Mitarbeiter des IAF) teil. Neben dem Besuch der Universität UFPR standen im weiteren Verlauf der Reise diverse Termine bei Firmen (u. a. Continental und VW do Brasil in Sao Paulo), der Universität UFABC und dem Transportministerium auf dem Programm. Dabei ging es auch um die Möglichkeiten, den Studentenaustausch mit Brasilien sowohl im Bereich des Auslandsstudiums als auch des -praktikums zu verstärken. Die Hochschule Ingolstadt hat das Ziel, dass mindestens die Hälfte ihrer Absolventinnen und Absolventen mindestens ein Semester im Ausland verbringt.
Die Organisation der Reise erfolgte durch das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus (DWIH) in Sao Paulo. Die DWIHs wurden vom Auswärtigen Amt und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gegründet, um den Austausch in Forschung und Entwicklung zwischen Hochschulen und Wirtschaft zu intensivieren.
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