"Durch eine noch effizientere Gestaltung der Arbeitsabläufe können frei werdende Ressourcen vor allem zur besseren Betreuung der Studierenden eingesetzt werden."
Mit diesem Ziel und den Bewusstsein, dass ein Qualitätsmanagementsystem in Zeiten starken Wachstums der Hochschule hilft, die Qualität beizubehalten und schrittweise sogar zu verbessern, hat die Hochschule Ingolstadt im Wintersemester 2009/2010 begonnen, ein zentrales, umfassendes Qualitätsmanagement einzuführen. Das Qualitätsmanagementsystem orientiert sich an dem Excellence Ansatz des EFQM- Modells und soll die Hochschule längerfristig auf eine mögliche Systemakkreditierung vorbereiten.
Im ersten Schritt stand die Optimierung der Geschäftsprozesse im Fokus, wodurch stufenweise ein Prozessmanagement eingeführt wurde. Die Erstellung der Prozesse soll Transparenz und klare Verantwortlichkeiten fördern und darüber hinaus mögliches Optimierungspotential aufdecken. Als Grundgerüst für das Prozessmanagement dient die Prozesslandkarte. Sie bietet eine übergeordnete Sicht auf alle Prozessgruppen und ermöglicht eine zielgerichtete Erstellung der Prozesse.
Managementprozesse sind strategische Prozesse und fassen alle Aufgaben der Hochschulleitung zusammen, welche zum mittel- und langfristigen Steuerung der Organisation notwendig sind. Zu diesen Prozessen zählen unter anderem die Hochschulplanung und –entwicklung .
Kernprozesse entsprechen den wertschöpfenden Prozessen der Hochschule und umfassen somit alle Kernaufgaben. Sie sind in die drei Gruppen Studium und Lehre, Angewandte Forschung und Akademische Weiterbildung eingeteilt. Sie haben eine sehr hohe Bedeutung für die Hochschule, da diese Prozesse einen direkten Einfluss auf die Zufriedenheit der Prozessbeteiligten (bspw. Hochschulangehörige, Kunden, etc.) haben.
Unterstützungsprozesse umfassen alle Prozesse, welche das reibungslose Funktionieren aller Management- und Kernprozesse in der Organisation unterstützen, z.B. die Beschaffung oder das operative Marketing.
Prozesse mit einer hohen Anzahl an Schnittstellen bzw. mit einer hohen Bedeutung für Studierende erhalten eine hohe Priorität und werden daher zuerst beschrieben und optimiert. Dazu zählen z.B. das Berufungsverfahren, der Prüfungsablauf sowie die Prozesse der Institute der Angewandten Forschung und der Akademischen Weiterbildung. In einem Kernteam, welches sich aus den Prozessbeteiligten zusammensetzt, werden die Geschäftsprozesse der Hochschule zusammengetragen und EDV-gestützt modelliert. Im Intranet erfolgt dann die Information und Veröffentlichung der Prozesse.
E-Mail: qm@haw-ingolstadt.de
Kooperative Qualitätsentwicklung
ein Projekt der bayerischen Hochschulen für angewandte Wissenschaften